„Um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: […] Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46) Die neunte Stunde in der Heiligen Schrift entspricht fünfzehn Uhr. Deshalb beginnt die „Feier vom Leiden und Sterben Christi“ am Karfreitag immer zu dieser Uhrzeit, der Todesstunde Jesu.
Zu Beginn dieses Gottesdienstes gedenken wir schweigend dem Tod Jesu. Die Vorsteher der Feier legen sich dazu auf den Boden. Heuer leiteten diese Karfreitagsliturgie unsere Pastoralreferentin Ines Kvar gemeinsam mit Sr. Maria Leopold.
Nach den beiden Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament wurde das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Johannes in verteilten Rollen gelesen, wobei einige Rollen von unseren Ministrantinnen und Ministranten übernommen wurden.
Eine Besonderheit der Karfreitagsliturgie sind auch die Großen Fürbitten. Das sind zehn Anliegen, für welche in der gesamten römisch-katholischen Kirche am Karfreitag gebetet wird. Heuer gab es anlässlich des Krieges in der Ukraine eine zusätzliche Fürbitte.
Zur Kreuzverehrung wird ein Kruzifix feierlich nach vorne getragen und schrittweise enthüllt. Anschließend sind alle eingeladen, das Kreuz mit einer Kniebeuge und Blumen zu verehren.
Am Ende wurde der in ein Leinentuch eingewickelte Jesus noch feierlich in das Grab in der Wieskapelle gelegt.