Am Dienstag vor Christi Himmelfahrt wird nach guter Tradition in Dobl der Bittgottesdienst in der Dobl-Dorf-Kapelle gefeiert. Unser Pfarrer Claudiu erklärte zu Beginn des Gottesdienstes den Sinn und die Dringlichkeit der Bitttage. Was zeigt besser als all die Nöte der gegenwärtigen Zeit die Situation des Menschen, denn wir haben nicht „alles in der Hand“, vielmehr sind wir in der Hand Gottes und als Betende und Bittende drücken wir unser ganzes Vertrauen auf Gott aus, auf seine Hilfe, seinen Beistand, seine Gegenwart, seine Güte und Liebe zu uns. So beten wir in der Gegenwart nicht nur um gute Ernte der Feldfrüchte, sondern umfassend für alle großen Anliegen in unserer vielfach gefährdeten und so verletzlichen Welt.
Liebevoll und sehr schön war die Kapelle geschmückt und bereitet worden von der heuer verantwortlichen Familie Harzl. Zur Freude aller Besucher und zur Ehre Gottes wurde die musikalische Gestaltung von Gertraud Hochegger, Sr. Maria und Luis Pongratz gestaltet. Ich glaube, alle Mitfeiernden haben gespürt, dass so ein Bittgottesdienst bei der Kapelle ein besonderes Geschenk auch für die Bittenden ist.
Am Ostermontag gestaltete Sr. Maria Leopold die Wort-Gottes-Feier in unserer Pfarrkriche. Als Evangelium wurde die Emmausgeschichte von Elisabeth, Magdalena und Sara Hütter gespielt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Luis Pongratz, Valentina Petreschen, Fridolin Peritsch und Anna Kainz.
Die Osternacht am Karsamstag um 20:00 Uhr feierte Vikar Gerhard Hatzmann mit der Dobler Pfarrgemeinde. Musikalisch gestaltet wurde diese Feier von Ursula und Willibald Leitl, Günther Peritsch und Sr. Maria Leopold sowie Christoph Stering an der Orgel.
Video: Schola singt „Halleluja, lasst uns singen“ zur Gabenbereitung
„Um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: […] Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46) Die neunte Stunde in der Heiligen Schrift entspricht fünfzehn Uhr. Deshalb beginnt die „Feier vom Leiden und Sterben Christi“ am Karfreitag immer zu dieser Uhrzeit, der Todesstunde Jesu.
Zu Beginn dieses Gottesdienstes gedenken wir schweigend dem Tod Jesu. Die Vorsteher der Feier legen sich dazu auf den Boden. Heuer leiteten diese Karfreitagsliturgie unsere Pastoralreferentin Ines Kvar gemeinsam mit Sr. Maria Leopold.
Nach den beiden Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament wurde das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Johannes in verteilten Rollen gelesen, wobei einige Rollen von unseren Ministrantinnen und Ministranten übernommen wurden.
Eine Besonderheit der Karfreitagsliturgie sind auch die Großen Fürbitten. Das sind zehn Anliegen, für welche in der gesamten römisch-katholischen Kirche am Karfreitag gebetet wird. Heuer gab es anlässlich des Krieges in der Ukraine eine zusätzliche Fürbitte.
Zur Kreuzverehrung wird ein Kruzifix feierlich nach vorne getragen und schrittweise enthüllt. Anschließend sind alle eingeladen, das Kreuz mit einer Kniebeuge und Blumen zu verehren.
Am Ende wurde der in ein Leinentuch eingewickelte Jesus noch feierlich in das Grab in der Wieskapelle gelegt.
Bei strahlendem Sonnenschein segneten unsere Pastoralreferentinnen Anja Asel und Ines Kvar am Palmsonntag im Dobler Schlosshof unsere Palmzweige. Bei einer Dialogpredigt fragte Anja Asel einen Palmzweig, der damals, vor über 2000 Jahren, in Jerusalem dabei war, über die Geschehnisse rund um Jesus.
Anschließend zogen wir feierlich in unsere Pfarrkirche ein. Dort lasen einige Jugendliche die Leidensgeschichte in verteilten Rollen. Am Ende wurde das Kreuz verhüllt, als Zeichen für den Beginn der Karwoche.
Wir danken allen, die zum Gelingen dieser Feier beitrugen.